SCHIFF

Aller guten Dinge sind drei

Benannt nach den Lichtern, die in den langen Winternächten über den Himmel tanzen, ist MS Polarlys bereits das dritte Expeditionsschiff, das diesen Namen trägt.

VON CARRIE HUTCHINSON

Was der Name verrät

Es ist das norwegische Wort für Nordlicht – die wörtliche Übersetzung für „Polarlys“ lautet „Polarlicht“ – und daher der passende Name für ein Schiff, das den Großteil des Jahres damit verbringt, an der Küste Norwegens entlangzufahren. Im Sommer genießen wir die Mitternachtssonne in vollen Zügen, im Winter begeben wir uns auf die Suche nach dem Nordlicht. Die MS Polarlys wurde 1996 gebaut, aber im Jahr 2016 komplett überholt und renoviert. Das Schiff mit seinem dezenten, von der Arktis inspirierten Innendesign verfügt über 218 Kabinen. An Bord profitieren die Gäste von einer Vielzahl an Annehmlichkeiten wie drei Restaurants, eine Bäckerei, eine Bar, eine Eisdiele, Whirlpools auf dem Deck, eine Sauna und natürlich einem Aussichtsdeck, um den Ausblick auf die spektakulären Fjorde und Gletscher zu genießen.

MS Polarlys, Bronnoysund. Foto: Merle Klein

Hurtigruten guests on RIB-safari in Salstraumen. Foto: Rune Kongsro

Einer der besten Aspekte auf einer Norwegenreise mit der Polarlys: Wir laufen unterwegs zahlreiche Häfen an. Sie haben die Gelegenheit, wunderschöne Dörfer und Städte zu erkunden und sich mit dem nordischen Konzept der Naturverbundenheit, genannt „Friluftsliv“, vertraut zu machen. Es war der Dramatiker und Dichter Henrik Ibsen, der diesen Begriff als erster bekannt machte. Er schrieb darüber, wie wertvoll es ist, Zeit im Freien zu verbringen, um Körper und Geist zu beleben. In Anbetracht der Ereignisse des vergangenen Jahres überrascht es nicht, dass „Friluftsliv“ derzeit eine Art Revival feiert. Auf der klassischen Postschiffroute mit der Polarlys haben Sie viel Gelegenheit dazu, in den Bergen zu wandern, Spaziergänge entlang der Küste zu unternehmen oder sich auf eine RIB-Safari zu begeben. Hören Sie mehr zum Thema „Friluftsliv“ in der ersten Folge unseres Podcasts " 12 Knoten - auf Expedition mit Hurtigruten".

Polarlys die Erste

Das aktuelle Schiff ist nicht das erste der Hurtigruten-Flotte, das diesen Namen trägt. Den Anfang machte die SS Polarlys, die 1912 als Passagier- und Frachtdampfer gebaut worden war. 28 Jahre lang segelte das Schiff die norwegische Küste hinauf und hinunter, bevor es 1940 schließlich von deutschen Truppen als Kasernenschiff in Beschlag genommen wurde, als es gerade in Bergen vor Anker lag. Nach dem Krieg nahm die SS Polarlys ihren Küstendienst dann wieder auf, bevor sie 1951 ein Marineschiff der norwegischen Krone wurde und man sie in Valkyrien umbenannte.

Interessant zu wissen: George Simenons Detektivroman „Le Passager du Polarlys“ von 1932 spielt auf der SS Polarlys.

Hurtigruten MS Polarlys (1952) in Trondheim ca. 1990. Foto: Trondheim Havn

Ankunft der SS Polarlys in Molde. Foto: Anders Beer Wilse (1865–1949)

Neubeginn

Im Zweiten Weltkrieg verlor Hurtigruten den Großteil seiner Flotte und es wurde ein Programm zum Wiederaufbau gestartet. Die Neuauflage der SS Polarlys war das siebte Schiff, das nach dem Krieg eingeweiht wurde. Gebaut wurde es in der Aalborg-Werft in Dänemark, die Jungfernfahrt fand Ende des Jahres 1952 statt. Das Schiff bot mit seinen 186 Kabinen Platz für 450 Passagiere.

In den folgenden vier Jahrzehnten fuhr die Polarlys ihre Gäste zunächst von ihrem Heimathafen in Bergen, später dann ab Tromsø, die norwegische Küste entlang. Nach zwei Renovierungen – bei der zweiten wurden Kabinen mit Toiletten installiert – ging die Polarlys 1994 in den Ruhestand und wurde an die internationale Hilfsorganisation Mercy Ships verkauft. Unter ihrem neuen Namen Caribbean Mercy war sie fortan in der Karibik unterwegs, um hilfebedürftigen Menschen humanitäre und medizinische Unterstützung zu leisten.

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